|
Die Filialkapelle von Kelsen wird 100 Jahre alt!
Sie wurde am 27. Februar 1909 durch den damaligen Pfarrer Raber benediciert, auf den Namen: St. Gangolf. Der Architekt hiess Peter Marx aus Trier. Es ist ein einfacher, (wegen des Baugrundstücks) nicht geosteter Rechteckbau. Insgesamt 15,20 m lang, 7,80 m breit. Der Chor ist eingezogen auf 3,60 lm, 6,40 m breit. Das Schiff ist 9,60 m lang. Die Giebelwand ist gerade. Ihr vorgelagert ist ein mittig stehender schmaler Turm, 9,60 m hoch 3 m breit der unten offen ist. Durch die Treppenanlage im Untergeschoss gelangt man in die Kapelle. Die Decke dieses Geschosses ist Kreuzgratgewölbt, das vorn auf 2 Rundsäulen nach innen auf der Giebelwand auflastet. Nach aussen ist ein schmales Fenster, dass den Turm optisch auflockert. Darüber ist die Glockenstube im Obergeschoss deren oberer Teil in eine aus dem Dach herauswachsende achteckige “Welsche Haube” endet. Die Schallluken geben dem Ganzen ein reizvolles Bild. Hier hängt auch die Glocke von 1801. Im Inneren ist die spitzbogige Decke 6,10 m hoch. Das Dach ist im vorderen Teil abgewalmt, ansonsten glatt und beschiefert. Im Chor sind zwei schmale figurliche Fenster mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Gangolf. Im Schiff vier breitere mit Mittelstütze und Maßwerk aus rotem Sandstein. Die beiden mächtigen Lindenbäume stammen ebenfalls aus der Bauzeit. Im Inneren steht ein Altar auf erhöhtem Podest. Die Patrone der Vorgänger-Kapelle Simon u. Juda stehen darauf, während St. Gangolf oben auf auf alle herunterblickt. Mehrere Statuen und ein Kreuzweg beleben den Raum. Sie steht unter Denkmalschutz.
Am 27. Februar 2009 wird hier in dieser wunderschönen Kapelle ein festliches Hochamt mit Chorgesang gehalten und die Kelser werden die 100 Jahre gebührend feiern.
(Text: Ernst Steffny)
|